3. Symposium des Zukunftsforums Public Health
Das dritte Symposium des Zukunftsforums Public Health wird am 24. und 25.01.2019 im Umweltforum in Berlin stattfinden. Im Diskurs mit Vertreterinnen und Vertretern möglichst aller Bereiche von Public Health soll auf dieser Arbeitstagung an einer Roadmap zur Entwicklung einer Public-Health-Strategie für Deutschland gearbeitet werden. Mit diesem Ziel vor Augen sollen bestehende Ansätze und internationale Erfahrungen mit dem Zusammenspiel von Praxis, Politik und Wissenschaft in Public Health beleuchtet und Perspektiven für Deutschland entwickelt werden. Wie in den Vorjahren ist das Symposium als Arbeitstagung konzipiert, bei der in Arbeitsgruppen unterschiedliche Themen bearbeitet und die Ergebnisse dann mit dem Auditorium diskutiert werden. Zum Programm gehört unter anderem eine Diskussion der von der DGPH initiierten Studie zur Priorisierung von Public-Health-Forschungsthemen mit Forschungsförderern. Eine Anmeldung zum Symposium ist bis zum 15.12.2018 über die Online-Registrierung möglich.

Rahmenprogramm Gesundheitsforschung der Bundesregierung beschlossen
Krankheiten besser vorbeugen und heilen, den medizinischen Fortschritt vorantreiben und den Forschungsstandort Deutschland weiter stärken – diese Ziele verfolgt die Bundesregierung mit dem neuen Rahmenprogramm Gesundheitsforschung. Das Bundeskabinett hat am 28.11.2018 das von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek vorgelegte Programm beschlossen. Es ist auf zehn Jahre angelegt und definiert die Strategie der Bundesregierung in der Gesundheitsforschung. In das Rahmenprogramm hat die Bundesregierung Public Health explizit mit aufgenommen. Hierfür hatte sich die DGPH in den vergangenen Jahren in Stellungnahmen und Gesprächen intensiv eingesetzt.

DGPH unterstützt Ljubljana Statement zum politischen Engagement zur Reduktion gesundheitlicher Ungleichheiten
Mit dem auf der diesjährigen European Public Health Konferenz (28.11.-01.12.) in Ljubljana veröffentlichten Ljubljana Statement bekräftigt die Public Health Community ihr Bekenntnis zu den Prinzipien der Erklärung von Alma-Ata, der Ottawa-Charta, der Charta von Tallinn und der Vienna Declaration und fordert politisches Engagement zur Reduktion gesundheitlicher Ungleichheiten.

Bekanntmachung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF): Richtlinie zur Förderung von Forschung zu ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekten (ELSA) der Digitalisierung, von Big Data und Künstlicher Intelligenz in der Gesundheitsforschung und -versorgung
Das BMBF beabsichtigt, im Förderschwerpunkt „Ethische, rechtliche und soziale Aspekte der modernen Lebenswissenschaften" Forschungsprojekte zu den ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekten (ELSA) der Digitalisierung in der Gesundheitsforschung und -versorgung zu fördern. Insbesondere kann ein Fokus in der Analyse möglicher ethischer, normativer und gesellschaftlicher Auswirkungen von Big Data-Anwendungen, der Nutzung von Künstlicher Intelligenz oder in der Medizininformatik liegen. Ziel der Forschungsprojekte soll es sein, wissenschaftlich-technologisch fundierte Analysen und Bewertungen zu erarbeiten und gegebenenfalls Handlungsoptionen für die betroffenen Akteure aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft aufzuzeigen. Die Ergebnisse sollen einen Beitrag für einen informierten und sachorientierten wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurs zur Thematik leisten. Darüber hinaus soll ein Konzept für die Information von Öffentlichkeit bzw. Politik über die gewonnenen Ergebnisse erarbeitet und umgesetzt werden.
Projektskizzen können bis zum 29. Januar 2019 eingereicht werden.

Bekanntmachung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF): Richtlinie zur Förderung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet „Robotische Systeme für die Pflege"
Die Bekanntmachung fokussiert auf Innovationen zur Entlastung von Pflegekräften und pflegenden Angehörigen sowie zur Verbesserung der Lebensqualität Pflegebedürftiger. Ziel ist es, innovative Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der Mensch-Technik-Interaktion zu fördern, welche die Selbstständigkeit und das Wohlbefinden von Pflegebedürftigen stärken, Pflege- und Betreuungskräfte sowie Angehörige physisch und psychisch entlasten und einen Beitrag zu einer qualitätsvollen Pflege leisten. Die Bekanntmachung richtet sich an alle Versorgungsformen für pflegebedürftige Menschen, in welchen pflegerische Handlungen durchgeführt werden − im klinischen Umfeld, in der stationären Langzeitversorgung, in Rehabilitationskliniken, der häuslichen Versorgung und alternativen Wohnformen.
Projektskizzen können bis zum 18. Februar 2019 eingereicht werden.

Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss veröffentlicht Förderbekanntmachungen zur Weiterentwicklung und Evaluation zweier Richtlinien
Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat die Veröffentlichung von zwei weiteren Förderbekanntmachungen im Bereich der Versorgungsforschung beschlossen. Die Förderbekanntmachungen zielen auf Forschungsprojekte zur Weiterentwicklung und insbesondere Evaluation der folgenden Richtlinien des G-BA: Richtlinie ambulante spezialfachärztliche Versorgung nach § 116b SGB V (ASV-RL) und Richtlinie über die Durchführung der Psychotherapie (Psychotherapie-Richtlinie). 
Förderanträge können bis zum 19. Februar 2019 eingereicht werden.

Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss veröffentlicht fünf neue Förderbekanntmachungen
Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat am 18.10.2018 die Veröffentlichung fünf neuer Förderbekanntmachungen beschlossen: jeweils eine themenoffene und themenspezifische Förderbekanntmachung im Bereich der neuen Versorgungsformen und der Versorgungsforschung sowie eine Förderbekanntmachung zur Evaluation und Auswertung bestehender Selektivverträge. Bis zum 19. Februar 2019 (Versorgungsforschung, Evaluation und Auswertung von Selektivverträgen) bzw. 19. März 2019 (neue Versorgungsformen) können Förderanträge eingereicht werden.

Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss beschließt Förderung von 39 weiteren Projekten zu neuen Versorgungsformen
Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat am 18.10.2018 über die finanzielle Förderung von 39 weiteren Projekten zu neuen Versorgungsformen entschieden. Eine erste Übersicht über die ausgewählten Förderprojekte wird voraussichtlich Anfang Dezember auf der Webseite des Innovationsausschusses veröffentlicht.

WHO-Regionalbüro für Europa: Neue Leitlinien für Lärmbelastung veröffentlicht
Die im Oktober veröffentlichten Leitlinien der WHO für Umgebungslärm in der Europäischen Region enthalten deutliche Belege dafür, dass Lärmbelastung zu den wichtigsten umweltbedingten Gefahren für die körperliche und psychische Gesundheit und das Wohlbefinden der Bevölkerung in der Europäischen Region zählt. Die neuen Leitlinien zielen gleichermaßen auf Entscheidungsträger und Fachleute ab und sollen gesetzgeberische und andere politische Entscheidungsprozesse auf der kommunalen, nationalen und internationalen Ebene unterstützen.

WHO-Regionalbüro für Europa: Europäischer Gesundheitsbericht 2018: Mehr als nur Zahlen – Evidenz für alle
Anlässlich des Erreichens der Halbzeitmarke bei der Umsetzung des Rahmenkonzepts „Gesundheit 2020" wirft der Bericht einen Blick darauf, was das Handlungskonzept in der Region bereits bewirken konnte. Wie schon seine Vorgänger in den Jahren 2012 und 2015 stellt der Gesundheitsbericht 2018 eine wichtige Ressource für die 53 Mitgliedstaaten in der Europäischen Region der WHO dar, um die bei der Verwirklichung der Zielvorgaben von „Gesundheit 2020" erzielten Fortschritte zu verfolgen und die Bereiche zu identifizieren, in denen bis 2020 und darüber hinaus noch Handlungsbedarf besteht.
Der im September veröffentlichte Europäische Gesundheitsbericht 2018 zeigt, dass die Lebenserwartung in der Europäischen Region der WHO weiterhin ansteigt und dass einige Länder in der Region das weltweit stärkste Gefühl von „Lebenszufriedenheit" verzeichnen. Dennoch bieten die erheblichen Unterschiede zwischen den Ländern in Bezug auf zahlreiche zentrale Indikatoren sowie das Versäumnis, die negativen Effekte von Rauchen, Alkoholkonsum, Übergewicht und Adipositas sowie unzureichender Durchimpfung einzudämmen oder rückgängig zu machen, weiterhin Anlass zur Sorge.

WHO-Regionalbüro für Europa: Gesundheit und Wohlbefinden von Männern in der Europäischen Region der WHO – mehr Gesundheit durch einen geschlechtsspezifischen Ansatz
Mit Annahme von „Gesundheit 2020", dem Rahmenkonzept der Europäischen Region für Gesundheit und Wohlbefinden, und der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen haben sich die Länder verpflichtet, Gesundheit und Wohlbefinden für alle zu verbessern, Ungleichheiten abzubauen und die Gleichstellung der Geschlechter zu verbessern. Die Mitgliedstaaten in der Europäischen Region der WHO bekräftigten ihre Verpflichtung im Jahr 2016 mit der Annahme der Strategie zur Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens von Frauen.
Zur Ergänzung und Stärkung der Maßnahmen, die für die Verwirklichung der Ziele 3 (Gesundheit und Wohlergehen) und 5 (Geschlechtergleichstellung) für nachhaltige Entwicklung ergriffen werden, wurde bei der 68. Tagung des WHO Regionalkomitees für Europa im September die Strategie zur Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens von Männern vorgestellt. Der Bericht „Gesundheit und Wohlbefinden von Männern in der Europäischen Region der WHO – mehr Gesundheit durch einen geschlechtsspezifischen Ansatz" des WHO-Regionalbüros für Europa liefert den Hintergrund zu dieser Strategie.

Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) veröffentlicht Übersicht der neuen Projekte zur Versorgungsforschung und zur Evaluation einer Richtlinie des G-BA
Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat nach Ablauf der verbindlichen Rückmeldefrist auf seiner Homepage eine Übersicht der 55 geförderten Projekte zur dritten Förderwelle im Bereich der Versorgungsforschung veröffentlicht. Die Projektnehmer hatten ihre Anträge zu den am 20. Oktober 2017 ausgeschriebenen Förderbekanntmachungen zur Versorgungsforschung und zur Evaluation der Richtlinie des G-BA über die Früherkennung von Krebserkrankungen (KFE-RL) Abschnitt D Nummer II Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs (Hautkrebs-Screening) eingereicht.
Die Projekte verteilen sich auf die vier ausgeschriebenen Themenfelder „Besondere Versorgungssituationen", „Entwicklung von Versorgungsstrukturen und -konzepten", „Patientensicherheit, Qualitätssicherung und -förderung", „Messung der Ergebnisqualität" sowie auf die Evaluation der Richtlinie des G-BA über die Früherkennung von Krebserkrankungen (KFE-RL) Abschnitt D Nummer II Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs (Hautkrebs-Screening).

Robert Koch-Institut: Allergien, psychische Auffällig­keiten, Unfall­verletzungen - neue Daten zur Kinder­gesundheit in Deutschland
Im Fokus der neuen Ausgabe des Journal of Health Monitoring steht die gesundheitliche Lage von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Themen sind unter anderem allergische Erkrankungen, ADHS, Unfallverletzungen sowie soziale Unterschiede im Gesundheitszustand von Heranwachsenden. Zentrale Datenquelle der Beiträge ist die zweite Folgeerhebung der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS Welle 2).

Übergabe des von der DGPH koordinierten Positionspapiers der Wissenschaft zur Neuen Strategie der Bundesregierung zu Globaler Gesundheit
Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland bereitet eine Strategie zu Globaler Gesundheit vor. Die Zivilgesellschaft wurde eingeladen, sich an diesem Prozess zu beteiligen. Als ein wichtiger Akteur der Zivilgesellschaft wurde die Wissenschaft gebeten, ein Positionspapier zu verfassen. Die DGPH wurde vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) beauftragt, diesen Prozess zu koordinieren. Aufbauend auf 35 Stellungnahmen, die der DGPH von Akteuren der Wissenschaft zugesandt worden waren, erstellte eine Redaktionsgruppe das Positionspapier. Dieses sowie die Positionspapiere für die Bereiche "Zivilgesellschaft", "Wirtschaft", "Think Tanks" und "Jugend", an dessen Erstellung der Fachbereich Studierende der DGPH mitgearbeitet hat, wurden am 05.09.2018 in Berlin an das BMG übergeben. Alle Positionspapiere enthalten Empfehlungen zu Themenfeldern und Grundsätze für das deutsche Engagement, um auf neue Herausforderungen wie weltweite Krankheitsausbrüche reagieren zu können. Das BMG wird die Positionspapiere auswerten und in die Strategie zur Globalen Gesundheit einfließen lassen. Diese soll in der zweiten Jahreshälfte 2019 durch das Bundeskabinett verabschiedet werden.

WHO: Neue globale Schätzungen zur körperlichen Aktivität bei Erwachsenen
Den Ergebnissen der weltweit größten Studie zum Bewegungsverhalten zufolge bewegt sich jeder vierte Erwachsene (28%) zu wenig. Die Ergebnisse der Studie zeigen darüber hinaus, dass Frauen im Vergleich zu Männern seltener ausreichend aktiv sind (23% versus 32%) und Länder mit hohem Einkommen häufiger inaktiv sind (37%) als Länder mit mittlerem (26%) und niedrigem Einkommen (16%).

Newsletter 1/2018 des Versorgungsatlas zum Thema "Indizes: Kennzahlen in der Medizin" erschienen
Der Versorgungsatlas bietet eine öffentlich zugängliche Informationsquelle zu einer stetig wachsenden Anzahl ausgewählter Themen aus der medizinischen Versorgung in Deutschland. Schwerpunkt des Versorgungsatlas sind regionale Unterschiede in der medizinischen Versorgung und deren Ursachen. Die aktuelle Ausgabe des Newsletters des Versorgungsatlas gibt einen Überblick über die Indizes zur gesundheitlichen Versorgung in Deutschland, die bisher im Versorgungsatlas veröffentlicht wurden. Dazu gehören der Relative Beanspruchungsindex (rBIX), der Sektorenindex (SIX), der Urbanitätsindex (UX) sowie der Sozioökonomische Gesundheitsindex (SGX).

Parallelbericht zum Recht auf Gesundheit an die Kommission für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte
Unterstützt von 44 großen und kleinen Organisationen, unter anderem der DGPH, sowie Einzelpersonen  wurde Ende Juli ein Parallelbericht zum sechsten Staatenbericht der Bundesrepublik Deutschland über die Implementierung des Internationalen Paktes über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (UN-Sozialpakt) bei der Kommission für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte eingereicht. Der Parallelbericht dient der Kommission als Vorbereitung für die Prüfung des Staatenberichts, die während ihrer 64. Sitzung (24. September bis 12. Oktober 2018) in Genf stattfindet.

Dokumentation des Symposiums Zukunftsforum Public Health 2017
Am 11. und 12. Dezember 2017 trafen sich VertreterInnen der Praxis, Forschung und Lehre von Public Health bereits zum zweiten Mal zu einem Symposium in Berlin, um fach- und ressortübergreifen über aktuelle und zukünftige Aufgaben von Public Health zu beraten. Die nun veröffentlichte Dokumentation gibt einen Überblick über die Vorträge sowie die Diskussionen in den Arbeitsgruppen zu sieben Handlungsfeldern.
Das dritte Zukunftsforum Public Health wird am 24. und 25.01.2019 wieder im Umweltforum in Berlin stattfinden.

Stellungnahme des Zukunftsforums Public Health zur Zusammenarbeit mit der "Foundation for a Smoke-Free World"
Mit ihrer Stellungnahme zur Zusammenarbeit mit der Anfang 2018 gegründeten und von Philip Morris finanzierten Stiftung „Foundation for a Smoke-Free World" schließt sich das Zukunftsforum Public Health der internationalen Ablehnung der Public Health Community gegenüber dieser Stiftung an und rät Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern dringend, nicht mit ihr zu kooperieren.

WHO Regionalbüro für Europa: Making THE (Transport, Health and Environment) Link
Verkehr spielt in unserer Gesellschaft und für unsere Volkswirtschaften eine entscheidende Rolle. Er ermöglicht den Zugang zu Arbeitsplätzen, Bildung, Dienstleistungen, Annehmlichkeiten und Freizeitangeboten und trägt zu Wirtschaftswachstum, Beschäftigung und Handel bei. Doch gleichzeitig hat er Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit. Eine gesundheitsförderliche und nachhaltige Verkehrspolitik kann einen wesentlichen Beitrag zur Verwirklichung zahlreicher Ziele für nachhaltige Entwicklung und zur Erfüllung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung leisten. Seit 2002 bietet das vom WHO-Regionalbüro für Europa und der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa gemeinsam betreute Paneuropäische Programm Verkehr, Gesundheit und Umwelt (THE PEP) ein einzigartiges ressortübergreifendes Forum für die Mitgliedstaaten und andere in der paneuropäischen Region tätige Akteure, um sich gemeinsam um die Einbeziehung von Umwelt- und Gesundheitsaspekten in die Verkehrspolitik und die Verbesserung der Verzahnung von Verkehr und Städteplanung zu bemühen. Die Publikation "Making THE (Transport, Health and Environment) Link" enthält eine Analyse der Art und Weise, wie die Mitgliedstaaten im Rahmen des THE PEP die Agenda 2030 an verschiedenen Fronten voranbringen können, und gibt Beispiele dafür, wie das THE PEP diese Bemühungen unterstützen kann.

WHO Regionalbüro für Europa: What is the evidence on existing policies and linked activities and their effectiveness for improving health literacy at national, regional and organizational levels in the WHO European Region?
Gesundheitskompetenz findet als Mittel der Gesundheitsförderung zunehmend Beachtung. Die vorliegende Evidenzaufbereitung beschreibt Handlungskonzepte zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz in der Europäischen Region der WHO: ihre Verteilung, Organisationsebenen, Bezugselemente, Akteure, Maßnahmen und Ergebnisse, sowie die Faktoren, die Einfluss auf ihre Wirksamkeit haben. Der Bericht hebt viele gute Maßnahmen in Zusammenhang mit Gesundheitskompetenz hervor, größtenteils in der Gesundheits- und Bildungspolitik, und schlägt Bereiche für eine künftige Entwicklung vor. Es werden Grundsatzüberlegungen zur Förderung der gemeinsamen Nutzung guter konzeptioneller Praktiken im Bereich der Gesundheitskompetenz, der Entwicklung konzeptioneller Ziele und Maßnahmen über alle sozialen Bereiche hinweg sowie der Entwicklung belastbarer Kennwerte für Gesundheitskompetenz zur Identifizierung des Bedarfs und die Überwachung der Wirksamkeit vorgestellt.

WHO: Global action plan on physical activity 2018-2030: more active people for a healthier world
Der neue globale Aktionsplan der WHO zur Förderung körperlicher Aktivität zeigt, auf welche Weise die Länder körperliche Inaktivität bei Erwachsenen und Kindern bis zum Jahr 2030 um 15% reduzieren können. Er empfiehlt eine Reihe von 20 Politikbereichen, die zusammen darauf abzielen, aktivere Gesellschaften durch eine Verbesserung der Umwelt und der Möglichkeiten für Menschen aller Altersgruppen und Fähigkeiten, mehr zu Fuß zu gehen, Rad zu fahren, Sport zu treiben, sich aktiv zu erholen, zu tanzen und zu spielen, zu schaffen.

WHO: "World Health Statistics 2018: Monitoring Health for the SDGs"
Die "World Health Statistics" beinhalten eine jährliche Zusammenstellung der Gesundheitsstatistiken für die insgesamt 194 Mitgliedsstaaten der WHO. Der im Mai veröffentlichte Bericht "World Health Statistics 2018: Monitoring Health for the SDGs" enthält die neusten verfügbaren Daten zu 36 Indikatoren gesundheitsbezogener Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG) und bezieht sich darüber hinaus auf die drei an den SDG ausgerichteten strategischen Prioritäten des 13. Allgemeinen Arbeitsprogramms der WHO: die Erreichung von Universal Health Coverage, die Bewältigung von gesundheitlichen Notlagen sowie die Förderung einer gesünderen Bevölkerung.

WHO Regionalbüro für Europa: "What national and subnational interventions and policies based on Mediterranean and Nordic diets are recommended or implemented in the WHO European Region, and is there evidence of effectiveness in reducing noncommunicable diseases?"
Die in dem gleichnamigen Bericht vorgestellte Untersuchung befasst sich mit nationalen und subnationalen Maßnahmen und Konzepten auf der Grundlage der mediterranen und nordischen Ernährungsweise in der Europäischen Region der WHO. Zur Unterstützung der Entscheidungsträger bei der Gestaltung kontextspezifischer Nahrungs- und Ernährungskonzepte fasst sie die durch nichtübertragbare Krankheiten bedingte Krankheitslast und die diesbezüglichen Aktivitäten in der Europäischen Region zusammen, erläutert die gesundheitlichen Vorteile der beiden Ernährungsweisen im Hinblick auf nichtübertragbare Krankheiten, beschreibt Maßnahmen und Konzepte aus 15 Ländern, untersucht vier namentlich genannte Studien zur Wirksamkeit der Konzepte zur mediterranen und nordischen Ernährungsweise hinsichtlich ihrer Wirkung auf nichtübertragbare Krankheiten, und befasst sich mit grundsätzlichen Folgen und Handlungsmöglichkeiten.

Stellungnahme von Bürgerinnen, Bürgern und im Gesundheitswesen tätigen Menschen und Organisationen zum angeblichen Zusammenhang von Migration, Behinderung und übertragbaren Krankheiten
Mit zwei kleinen Anfragen zu „Schwerbehinderten in Deutschland" (BT-Drucksache 19/1444 ) und zur „Entwicklung mehrerer Krankheiten in Deutschland" (BT-Drucksache 19/1446) hat die Fraktion der AfD im Deutschen Bundestag versucht, die Ursachen und die Zunahme der Häufigkeit von Behinderungen und Infektionskrankheiten in Deutschland einseitig mit der „massenhaften Einwanderung" von Flüchtlingen und dem Fortpflanzungsverhalten von Menschen mit Migrationshintergrund („Inzucht") in Verbindung zu bringen. Bürgerinnen, Bürger und im Gesundheitswesen tätige Menschen und Organisationen haben Stellung dazu genommen, um der Unterstellung eines solchen Zusammenhangs entgegenzutreten.

Aktuelle Ausschreibung für die diesjährigen Preise zur Nachwuchsförderung der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention e. V. (DGSMP)
Die Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention e. V. (DGSMP) verleiht jährlich den Dissertationspreis sowie bis zu drei Masterarbeitspreise. Die eingereichten Arbeiten sollten einen deutlichen Bezug zur Sozialmedizin und / oder Prävention aufweisen. Dazu können auch beispielsweise gesundheits-, sozial-, sport- und ernährungswissenschaftliche Themen wie auch Themen der Versorgungsforschung und Gesundheitsökonomie gehören. Weitere Informationen sowie alle Unterlagen für die Bewerbung finden Sie unter www.dgsmp.de/preise
Einsendeschluss für die Bewerbungen ist der 31. Mai 2018.

Broschüre "Krank und ohne Papiere" der Bundesarbeitsgruppe Gesundheit/Illegalität erschienen
Menschen ohne Aufenthaltspapiere haben in Deutschland keinen oder einen erschwerten Zugang zum Gesundheitssystem. Dies dokumentiert die neue Broschüre "Krank und ohne Papiere" der Bundesarbeitsgruppe Gesundheit/Illegalität. In diesem Netzwerk haben sich über 80 Organisationen und Einzelpersonen aus der medizinischen Praxis, aus Kirchen und Wohlfahrtsverbänden, der Wissenschaft, Kommunen und nichtstaatlichen Organisationen zusammengeschlossen. Es hat sich zur Aufgabe gemacht, in der Öffentlichkeit und in der politischen Diskussion für einen diskriminierungsfreien Zugang zum Gesundheitssystem für Menschen ohne Papiere einzutreten. Anlässlich des Weltgesundheitstages 2018 stellt die Bundesarbeitsgruppe in ihrer aktuellen Broschüre Menschen vor, die sich ohne geregelten Aufenthaltsstatus in Deutschland aufhalten und hier von Krankheit betroffen sind. Aufgeführt werden Beispiele aus der Praxis von Organisationen und Beratungsstellen, die seit vielen Jahren unversorgten Menschen ohne Papiere notdürftig und meist ehrenamtlich helfen.

Erfolgreiche erste Public Health³ Tagung der Länder Deutschland, Österreich und Schweiz
Unter dem Motto "High Noon für die Primärversorgung - Versorgungsmodelle für die Zukunft" fand am 19. und 20. Januar 2018 in Lochau, Vorarlberg (Österreich), die erste Public Health³ Tagung statt. Der erste Versuch, die drei Länder Deutschland, Österreich und Schweiz zum Thema Public Health zusammenzubringen, war sehr erfolgreich: Es wurde rege diskutiert, neue Kontakte wurden geknüpft und Erfahrungen und Expertisen ausgetauscht. Das Programmheft und Präsentationen der Tagung finden Sie hier.
Die nächste Public Health³ Tagung ist für das Jahr 2020 geplant.

Robert Koch-Institut: Gesundheitliche Ungleichheit in Deutschland und im internationalen Vergleich: Zeitliche Entwicklungen und Trends
Vor dem Hintergrund des bereits hinlänglich belegten Einflusses des sozioökonomischen Status auf Gesundheit, beschäftigt sich das erste Special Issue des Journal of Health Monitoring 2018 mit der Frage, wie sich die gesundheitliche Ungleichheit in Deutschland über die letzten 20 bis 30 Jahre entwickelt hat und ordnet die Ergebnisse in den internationalen Forschungsstand ein. Aus Sicht von Public Health und Gesundheitspolitik stellt die Verringerung gesundheitlicher Ungleichheit ein wichtiges Ziel dar. Erkenntnisse über zeitliche Entwicklungen und Trends können dazu beitragen, auf Problemlagen und damit auch auf mögliche Zielgruppen und Settings für Interventionen hinzuweisen. Außerdem bilden sie eine Voraussetzung für die Bewertung und Erfolgskontrolle umgesetzter politischer Maßnahmen und Programme.

Robert Koch-Institut: Neue Daten zu Gesund­heit und Gesundheits­verhalten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland
Wie viele Jugendliche rauchen, und wie viele von ihnen tun dies auch noch als junge Erwachsene? Wie viele übergewichtige Kinder sind auch nach mehr als zehn Jahren noch übergewichtig? Wie haben sich psychische Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen im Lebensverlauf entwickelt? Die neuen Ergebnisse der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS Welle 2, 2014-2017) geben erstmals Antworten auf diese und weitere Fragen auf Basis der Unter­suchung und Befragung von Teil­nehmenden, die bereits an der KiGGS-Basiserhebung (2003-2006) teil­genommen haben. Erste Ergebnisse zu ausge­wählten Themen werden in der neuen Ausgabe des Journal of Health Monitoring vorgestellt.

Aktuelle Ausschreibung der Deutschen Krebshilfe: Förderungsschwerpunktprogramm 'Begleitforschung zu den gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogrammen'
Die Klärung offener Fragen rund um das Thema 'Krebs-Früherkennung' ist der Deutschen Krebshilfe ein wichtiges Anliegen. Vor diesem Hintergrund hat sie – auf Empfehlung von Experten – beschlossen, ein Förderungsschwerpunktprogramm 'Begleitforschung zu den gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogrammen' auszuschreiben, mit dem wichtige / offene Fragestellungen in Form von Forschungs-, Pilot- / Modellprojekten aufgegriffen werden sollen. Ziel des Förderungsschwerpunktprogrammes ist die qualitative Verbesserung / Weiterentwicklung der laufenden beziehungsweise anlaufenden gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogramme. Folgende Themenschwerpunkte sollen vorrangig wissenschaftlich bearbeitet werden: 1. Einladungsverfahren / Kommunikationswege und informierte Entscheidung, 2. Aspekte der Durchführung und Ausgestaltung der jeweiligen Krebsfrüherkennungsprogramme, 3. Fragen und Konzepte der risikoangepassten Krebs-Früherkennung und deren Implementierung in die laufenden oder anlaufenden Krebsfrüherkennungsprogramme. Das Antrags-/Begutachtungsverfahren ist mehrstufig. Die Abgabefrist für Absichtserklärungen ist der 17.05.2018, 13.00 Uhr.
Ausführliche Informationen zur Ausschreibung und zum Antrags-/Begutachtungsverfahren des Förderungsschwerpunktprogramms stehen auf der Homepage der Deutschen Krebshilfe nun zum Download bereit: https://www.krebshilfe.de/forschen/foerderung/ausschreibungen/

Nationaler Aktionsplan Gesundheitskompetenz vorgestellt
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hat am 19. Februar als Schirmherr den "Nationalen Aktionsplan Gesundheitskompetenz. Die Gesundheitskompetenz in Deutschland stärken", einen wissenschaftlichen Leitfaden zur Stärkung der Gesundheitskompetenz in Deutschland, entgegengenommen. Gemäß den Ergebnissen einer repräsentativen Studie aus dem Jahr 2017 weist etwa jede zweite Person in Deutschland eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz auf. Das heißt, es fällt schwer, gesundheitsbezogene Informationen zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und auf die eigene Lebenssituation anzuwenden. Dies kann negative Folgen für die Gesundheit sowie die Inanspruchnahme von Leistungen des Gesundheitssystems haben. Eine Verbesserung der Gesundheitskompetenz zahlt sich nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für das Gemeinwesen aus. So werden nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation drei bis fünf Prozent der Gesundheitsausgaben durch eine unzureichende Gesundheitskompetenz verursacht. Erarbeitet durch die Universität Bielefeld, die Hertie School of Governance und den AOK Bundesverband, stellt der Aktionsplan eine von mehreren Maßnahmen für mehr verständliche Gesundheitsinformationen dar. Der Leitfaden konzentriert sich auf vier Handlungsbereiche und gibt 15 konkrete Empfehlungen zur gezielten Förderung und Stärkung von Gesundheitskompetenz.

WHO Regionalbüro für Europa: Wichtige Meilensteine und Ereignisse für die Europäische Region der WHO im Jahr 2018
Im Jahr 2018 wird sich das WHO-Regionalbüro für Europa weiterhin gezielt mit der Umsetzung des Rahmenkonzepts „Gesundheit 2020" sowie der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) befassen und Impulse für die Verwirklichung einer allgemeinen Gesundheitsversorgung setzen. Fortgesetzt wird auch die Arbeit an spezifischen Gesundheitsthemen, deren Palette von übertragbaren und nicht übertragbaren Krankheiten bis zur Stärkung der Gesundheitssysteme und zur Bereitstellung besserer Erkenntnisse für die Gesundheit reicht. Zudem erreicht die Europäische Region der WHO 2018 bedeutende Etappenziele, und ihre Länder werden zu einer Reihe wichtiger Veranstaltungen zusammenkommen. Einige der wichtigsten Ereignisse zum Thema Gesundheit in der Region in den nächsten 12 Monaten sind auf der Homepage der WHO überblicksartig zusammengestellt.

WHO Regionalbüro für Europa: Aktuelle Ausgabe des Public Health Panoramas zum Thema Adipositas und ungesunde Ernährung in der Europäischen Region
Die aktuelle Ausgabe des Fachjournals Public Health Panorama mit dem Titel „Eine Trendwende bei Adipositas und ungesunder Ernährung" liefert eine Momentaufnahme von den aktuellen Herausforderungen für die Regierungen bei der Gestaltung von Handlungskonzepten zur Verbesserung der öffentlichen Gesundheit. Untersucht werden der rapide Anstieg von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen und die Notwendigkeit einer grundlegenden Umgestaltung der Leistungserbringung und des Aktionsradius von Gesundheitsfachkräften. Darüber hinaus gibt die Publikation Einblicke in konkrete Lösungsansätze, wie sie in allen Teilen der Europäischen Region umgesetzt wurden. Hierbei werden u. a. Lehren zu den Themen Besteuerung zuckerhaltiger Getränke; klare, verbraucherfreundliche Kennzeichnung auf der Vorderseite von Verpackungen; Einschränkung der an Kinder gerichteten Werbung für Lebensmittel mit hohem Fett-, Salz- und Zuckeranteil; sowie öffentliches Beschaffungswesen präsentiert.