Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss trifft weitere Förderentscheidungen zur Versorgungsforschung und Evaluation von Selektivverträgen
Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat am 02.11.2017 weitere Entscheidungen zur Förderung von Projekten zur Versorgungsforschung und zur Evaluation von Selektivverträgen getroffen. Im Ergebnis des Bewertungsverfahrens wurden 54 Projekte positiv beschieden, davon 50 Projekte zur Versorgungsforschung und vier zur Evaluation von Selektivverträgen. Die im Rahmen der am 20.02.2017 veröffentlichten Förderbekanntmachungen zur Verfügung stehenden Mittel werden damit voll ausgeschöpft.

WHO-Regionalbüro für Europa: "Towards More Physical Activity in Cities: Transforming public spaces to promote physical activity — a key contributor to achieving the sustainable development goals in Europe"
Im Jahr 2030 wird schätzungsweise mehr als 80% der europäischen Bevölkerung in städtischen Gebieten leben. Daher kommt Städten eine zentrale Bedeutung hinsichtlich der Förderung und dem Schutz von Gesundheit und Wohlbefinden zu. Regierungen in der gesamten Region haben die Notwendigkeit erkannt, körperliche Aktivität zu priorisieren, vorrangig im Kontext von Städten. Als Antwort auf dieses starke politische Mandat untersucht der neue Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Optionen und Strategien zur Steigerung der körperlichen Aktivität in Städten und befürwortet die Stadtplanung als ein Mittel, um körperlicher Inaktivität vorzubeugen.

Deutsches Krebsforschungszentrum: Erster Alkoholatlas veröffentlicht
Gefördert durch das Bundesgesundheitsministerium und auf Initiative der Drogenbeauftragten der Bundesregierung hat das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) im Oktober den ersten Alkoholatlas herausgebracht. In diesem wird deutlich, dass sich bei Erwachsenen aller Altersgruppen ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem Sozialstatus und der Häufigkeit des Alkoholkonsums abzeichnet. In höheren sozialen Schichten liegt die Häufigkeit des Alkoholkonsums höher als in niedrigeren.
Mit dem Alkoholatlas weist das DKFZ auf die Bedeutung von Alkohol als Risikofaktor für zahlreiche Erkrankungen sowie auf die schwerwiegenden Folgen des riskanten Alkoholkonsums für die Gesellschaft hin. Darüber hinaus bietet er Informationen zu Herstellung und Marketing, sozialen und ökonomischen Aspekten des Alkoholkonsums sowie geeigneten Präventionsstrategien.

Neues Positionspapier der Steuerungsgruppe des Zukunftsforum Public Health
Die Steuerungsgruppe des Zukunftsforum Public Health hat Ende Oktober 2017 ein neues Positionspapier erarbeitet. Es wurde an die Generalsekretäre der vier "Jamaika"-Parteien verschickt und formuliert unterschiedliche Schritte, um die Bevölkerungsgesundheit zu sichern und zu stärken. Ziel ist es, dass diesen Empfehlungen in den anstehenden Koalitionsverhandlungen Beachtung geschenkt wird.

Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss veröffentlicht weitere Förderbekanntmachungen
Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat am 19.10.2017 die Veröffentlichung weiterer Förderbekanntmachungen beschlossen. Bis zum 20. Februar 2018 bzw. 20. März 2018 können ab sofort Förderanträge beim Projektträger DLR eingereicht werden, die sich auf die themenspezifischen Förderbekanntmachungen zu neuen Versorgungsformen und zur Versorgungsforschung beziehen. Darüber hinaus sind Anträge zur Evaluation von Selektivverträgen und von Richtlinien des G-BA möglich.

Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss entscheidet über weitere Förderprojekte zu neuen Versorgungsformen
Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat am 19.10.2017 über weitere zu fördernde Projekte zu neuen Versorgungsformen entschieden und somit erneut die Voraussetzungen für den Start innovativer Projekte zur Weiterentwicklung und Verbesserung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung geschaffen.

Deutsche Forschungsgemeinschaft: Themenoffene Ausschreibung zur Förderung von Forschergruppen im Bereich Public Health
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) schreibt zur weiteren Stärkung der Public-Health-Forschung in Deutschland die Förderung von Forschergruppen in diesem Themengebiet aus. Alle Forschungsfragen, bei denen die Gesundheit einer Bevölkerung beziehungsweise einer Population im Vordergrund steht, sind in diese Ausschreibung eingeschlossen. Wissenschaftlich besonders ausgewiesene Gruppen werden dazu aufgerufen, sich im Wettbewerb um die Einrichtung einer Forschergruppe zu bewerben. Antragsskizzen können bis zum 1. März 2018 eingereicht werden.

WHO-Regionalbüro für Europa: "Key policies for addressing the social determinants of health and health inequities"
Der gleichnamige Bericht zeigt, dass nach aktuellem Erkenntnisstand Maßnahmen in vier Bereichen (frühkindliche Entwicklung, faire Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitsbedingungen, Sozialschutz, Wohnumgebung) den größten Einfluss auf die sozialen Determinanten von Gesundheit und gesundheitliche Benachteiligung nehmen. Durch eine systematische Recherche sowie Analyse von Empfehlungen und Grundsätzen zwischenstaatlicher Organisationen und internationaler Instanzen wurden praktische Grundsatzoptionen zu den sozialen Determinanten innerhalb dieser vier Themenbereiche identifiziert. In ihrem Zentrum stehen die frühkindliche Erziehung und Versorgung, Kinderarmut, Investitionsstrategien für eine inklusive Ökonomie, aktive Arbeitsmarktprogramme, Arbeitsbedingungen, Sozialtransfers, bezahlbare Wohnungen sowie Planung und Regelung zur Verbesserung von Luftqualität und zur Abmilderung der Folgen des Klimawandels. Werden diese Grundsatzoptionen mit einer wirksamen Politiksteuerung für gesundheitliche Chancengleichheit kombiniert, so der Bericht, sollte es den Mitgliedstaaten der Europäischen Region der WHO möglich sein, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu erreichen.

Das Zukunftsforum Public Health
Ein Jahr ist es her, dass sich Vertreterinnen und Vertreter aus vielen Bereichen der öffentlichen Gesundheit zu einem Symposium „Zukunftsforum Public Health in Deutschland“ trafen, um eine Bestandsaufnahme der Strukturen, Aufgaben und wichtigen Themen von Public Health in Deutschland vorzunehmen. Der Diskurs in den Arbeitsgruppen führte zur Identifizierung zahlreicher aktueller Herausforderungen und warf neue Fragen auf. Einhellig kamen die Teilnehmenden zu dem Schluss, dass Public Health eine stärkere Vernetzung der Akteurinnen und Akteure braucht und eine Priorisierung statt der Atomisierung der Aufgaben erforderlich ist. Nur so kann die Wirksamkeit von Public Health für die Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung verstärkt werden.
Im Ergebnis des Symposiums hat sich eine Steuerungsgruppe formiert, um diesen Prozess voranzubringen. Auch die DGPH arbeitet aktiv in der Steuerungsgruppe mit, die seither ein Positionspapier verfasst, Wahlprüfsteine an die im Bundestag vertretenen Parteien verschickt und die Antworten veröffentlicht hat sowie verschiedene öffentlichkeitswirksame Aktivitäten unternommen hat. Um die vom Zukunftsforum ausgehenden Impulse auch möglichst breit zugänglich zu machen und in die Diskussion zu bringen, erscheint das Novemberheft der Zeitschrift „Das Gesundheitswesen“ mit dem Schwerpunkt „Public Health in Deutschland“. Die Arbeit der Steuerungsgruppe wird seit Mai von einer Geschäftsstelle unterstützt, die für zunächst zwei Jahre am Robert Koch-Institut angesiedelt ist.
Beim zweiten Zukunftsforum im Dezember dieses Jahres sollen die Diskussionen fortgesetzt und verstärkt das Gespräch mit der Politik gesucht werden. Zudem wird der Bogen etwas weiter gespannt: Von Global Health zu Public Health vor Ort. Das Ziel ist die Stärkung von Public Health in Deutschland als Schritt zur Verwirklichung der Vision von „Health in all Policies.“
Weitere Informationen über die Arbeit des Zukunftsforums erhalten Sie auf der Website www.zukunftsforum-public-health.de. Unter Zukunftsforum@rki.de können Sie sich für den Newsletter anmelden, der ca. dreimal pro Jahr erscheint. Die Geschäftsstelle erreichen Sie unter 030-187542989 oder Zukunftsforum@rki.de.

Call for Abstracts: Public Health³ Tagung der Länder Deutschland, Österreich und Schweiz: „High Noon für die Primärversorgung - Versorgungsmodelle für die Zukunft"
Das Public Health³-Organisationsteam lädt herzlich dazu ein, Abstracts für die erste Public Health³ Tagung der Länder Deutschland, Österreich und Schweiz einzureichen, die am 19. und 20. Januar 2018 in Lochau, Vorarlberg (Österreich), unter dem Motto "High Noon für die Primärversorgung - Versorgungsmodelle für die Zukunft" stattfindet.
Die Einreichfrist endet am 31. Oktober 2017.

WHO Regionalbüro für Europa: "On the road to Health 2020 policy targets: Monitoring qualitative indicators. An update."
Der gleichnamige Bericht weist auf allgemeine Fortschritte in der Verwirklichung der Werte und Grundsätze von „Gesundheit 2020“ in den Ländern der Europäischen Region der WHO hin. Zwischen 2010 und 2016 stieg der Anteil der Länder, die Konzepte zur Überwindung gesundheitlicher Ungleichheiten verfolgten, unter den erhaltenen Antworten von 88 auf 98%. Der Anteil der Länder, die ihre Politik auf „Gesundheit 2020“ abstimmten, stieg im gleichen Zeitraum von 58 auf 92%.
Der Bericht enthält eine aktualisierte Analyse aus der Beobachtung von Indikatoren für die Umsetzung von „Gesundheit 2020“. Zu diesen zählen eine Reihe qualitativer Indikatoren, die nicht nur Fortschritte in der Umsetzung von „Gesundheit 2020“ erfassen, sondern auch der Rechenschaftsablage durch WHO und politische Entscheidungsträger dienen.

Wahlprüfsteine des Zukunftsforums Public Health zur Bundestagswahl 2017: Die Antworten der Parteien
Im Rahmen des „Zukunftsforum Public Health“ haben sich über 150 Expertinnen und Experten aus Theorie und Praxis der Öffentlichen Gesundheit in Deutschland mit unterschiedlichen Bereichen der Bevölkerungsgesundheit auseinandergesetzt. Aus den Ergebnissen des Zukunftsforums wurden 18 Fragen als Wahlprüfsteine erarbeitet, um zu erfragen, welche Maßnahmen Parteien in Regierungsverantwortung ergreifen wollen, um die Bevölkerungsgesundheit in Deutschland zu fördern. Die Fragen sind in folgende Bereiche gegliedert: Gesundheit sichern, Gesundheit erhalten, Gesundheit fördern, Staatliche Einrichtungen stärken, Forschung fördern, Fachkräfte ausbilden, Gesundheitsthemen effektiv kommunizieren sowie Globale Gesundheit verbessern. Anfang September wurden die eingegangenen Antworten der Parteien veröffentlicht.

Memento Forschungspreis für vernachlässigte Krankheiten 2018
Ausgezeichnet werden Forschungsaktivitäten, die den wichtigsten Beitrag zu Forschung und Entwicklung im Bereich der vernachlässigten Krankheiten darstellen, in den letzten 24 Monaten veröffentlicht und mit öffentlichen deutschen Geldern finanziert wurden. Die gesundheitlichen Bedürfnisse von Milliarden von Menschen in ärmeren Ländern werden seit langem vernachlässigt. Dass diese Menschen – wie jeder Mensch – ein Recht auf Gesundheit haben, wird ignoriert. Diagnostika, Medikamente und Impfstoffe für vernachlässigte Krankheiten wie zum Beispiel die Schlafkrankheit, Chagas oder Tuberkulose sind entweder überhaupt nicht vorhanden oder aber veraltet und ungeeignet für den Gebrauch in infrastrukturschwachen Gegenden. Auch einige Aspekte von HIV/Aids gelten als vernachlässigt, etwa HIV/Aids bei Kindern. Um auf diesen Notstand hinzuweisen, haben sich Ärzte ohne Grenzen e.V., die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V., Brot für die Welt und die BUKO Pharma-Kampagne zusammengeschlossen und gemeinsam den Memento Preis für vernachlässigte Krankheiten ins Leben gerufen. Seit 2014 wird er einmal im Jahr für besonderes Engagement in der Bekämpfung von vernachlässigten Krankheiten in den Kategorien „Forschung und Entwicklung“, „Politischer Wille“ und „Journalismus“ verliehen.
Für den Memento Preis 2018 können sich Forscherinnen und Forscher bis 31.10.2017 bewerben.

DGPH veranstaltet gemeinsam mit Fachgesellschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz internationale Fachtagung zur Primärversorgung
Am 19. und 20. Januar 2018 findet in Lochau, Vorarlberg (Österreich), unter dem Motto "High Noon für die Primärversorgung - Versorgungsmodelle für die Zukunft" die erste Public Health³ Tagung der Länder Deutschland, Österreich und Schweiz statt. Public Health³ steht für eine interdisziplinäre Begegnungsplattform für grenzüberschreitenden Erfahrungs- und Expertisenaustausch. Neue Begegnungen und Kooperationen sollen entstehen, Synergien sollen genutzt werden und der Gedankenaustausch soll zu kreativen Ideen und innovativen Lösungswegen anspornen. Das Tagungsformat steht bewusst unter dem Fokus des Dialogs und der Vernetzung (Kurzpräsentationen, World Café).
Die Primärversorgung ist im Umbruch. Um auf die derzeitigen und zukünftigen Herausforderungen im Gesundheitswesen angemessen reagieren zu können, werden neue Modelle erdacht, erprobt und evaluiert. Die Tagung gibt Einblicke in diese Entwicklungen in den drei Ländern und betrachtet das Thema differenziert aus der Perspektive unterschiedlichster Disziplinen. TeilnehmerInnen aus unterschiedlichsten Bereichen wie Public Health, Medizin, Pflege, Soziales, Mental Health, Gesundheitsförderung sind herzlich willkommen!

Save the date und Call for Abstracts: Kongress Armut und Gesundheit 2018 am 20. und 21. März an der Technischen Universität Berlin
Der Kongress Armut und Gesundheit 2018 möchte unter dem Motto "Gemeinsam. Gerecht. Gesund." den Health in All Policies-Ansatz (HiAP) weiterdiskutieren. Gesundheit zu fördern oder wiederherzustellen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die weder von Einzelpersonen noch von Bereichen im Alleingang erbracht werden kann. Es braucht gesellschaftliches Zusammenwirken.
Beitragsvorschläge zur Gestaltung des Kongress-Programmes können bis zum 9. Oktober 2017 eingereicht werden.

Europäischer Drogenbericht 2017 erschienen
Der Europäische Drogenbericht 2017 beinhaltet eine umfassende Analyse der neuesten Entwicklungen in den 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie in der Türkei und in Norwegen. Der Bericht enthält Informationen zu den Themen Drogenangebot und Drogenmarkt, Prävalenz und Trends des Drogenkonsums sowie drogenbedingte gesundheitliche Folgen und Maßnahmen zu ihrer Eindämmung.

Robert Koch-Institut: Aktuelle Ausgabe des „Journal of Health Monitoring“ mit neuen Daten zum Gesundheitsverhalten in Deutschland und Europa
Die zweite Ausgabe des Journal of Health Monitoring im Jahr 2017 steht unter dem Thema Gesundheitsverhalten in Deutschland und Europa. Die Autoren aus dem Robert Koch-Institut (RKI) berichten über Ergebnisse der Studie Gesundheit in Deutschland aktuell (GEDA 2014/2015-EHIS) und stellen Vergleiche mit anderen EU-Staaten und zwischen den Bundesländern an. Im Focus-Artikel der neuen Journal-Ausgabe zeigt sich, dass die Bevölkerung in Deutschland sportlich aktiver als der europäische Durchschnitt ist. Beim Raucher-Anteil liegen die Werte in Deutschland relativ nah am EU-Durchschnitt. Beim täglichen Obstkonsum liegt Deutschland im EU-weiten Vergleich im hinteren Drittel. Beim Rauschtrinken ist der Anteil hierzulande überdurchschnittlich hoch. In den neun Fact Sheets werden GEDA-Ergebnisse zu Übergewicht, Obst- und Gemüsekonsum, Alkoholkonsum, Rauchen und körperlicher Aktivität in Deutschland dargestellt. In der Rubrik "Concepts & Methods" geht es in einem Beitrag darum, wie regionale sozioökonomische Ungleichheiten in der Gesundheit sichtbar gemacht und erklärt werden können. Ein zweiter Beitrag beschreibt das methodische Vorgehen beim Aufbau eines bevölkerungsweiten Monitorings von adipositasrelevanten Einflussfaktoren im Kindesalter in Deutschland.

WHO: "World Health Statistics 2017: Monitoring Health for the SDGs"
Die "World Health Statistics" beinhalten eine jährliche Zusammenstellung der Gesundheitsstatistiken für die insgesamt 194 Mitgliedsstaaten der WHO. Der im Mai veröffentlichte Bericht "World Health Statistics 2017: Monitoring Health for the SDGs" verfügt über Daten zu 21 gesundheitsbezogenen Zielen der Sustainable Development Goals (SDG) mit 35 Indikatoren sowie Daten zur Lebenserwartung. Die diesjährige Ausgabe berichtet erstmalig auch über Erfolge verschiedener Länder, die Fortschritte in Richtung der gesundheitsbezogenen Ziele der SDG machen.

WHO-Regionalbüro für Europa: Adipositas bei Jugendlichen und damit verbundene Verhaltensweisen: Trends und Ungleichheiten in der Europäischen Region der WHO (2002–2014)

Der gleichnamige Bericht präsentiert die neuesten Trends aus der Health Behaviour in School-aged Children (HBSC) Studie in Bezug auf Adipositas, Essgewohnheiten sowie Bewegungs- und Sitzverhalten und unterstreicht dabei bestehende geschlechtsbezogene und sozioökonomische Ungleichheiten innerhalb der Europäischen Region der WHO.

WHO: Healthier, fairer, safer: the global health journey 2007–2017
Der von der WHO in Auftrag gegebene unabhängige Bericht spiegelt die Entwicklungen, Erfolge und Herausforderungen der globalen Gesundheit der letzten zehn Jahren wider. Er erörtert unter anderem die Rolle der WHO im Umgang mit Fragen der Zunahme nichtübertragbarer Erkrankungen, ansteigender Lebenserwartung sowie neu auftretender Bedrohungen wie Klimawandel und antimikrobielle Resistenz.

Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V.: Ideenwettbewerb Verhältnisprävention
Ziel des von der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. (GVG) durchgeführten und vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Ideenwettbewerbs ist es, Praxisbeispiele zur Förderung einer gesunden Gewichtsentwicklung von Kindern und Jugendlichen zu identifizieren und deutschlandweit bekannt zu machen. Bislang zielt der Großteil an Maßnahmen in Deutschland vorrangig auf das individuelle Verhalten ab. Noch fehlt es häufig an Initiativen, die gezielt auf die Verhältnisse für ein gesundes Aufwachsen ausgerichtet sind. Deshalb werden Maßnahmen gesucht, die die Rahmenbedingungen für eine gesunde Gewichtsentwicklung in Kindertagesstätten, Schulen, Wohnquartieren, Kommunen oder Freizeiteinrichtungen langfristig und nachhaltig verbessern. Teilnehmen können alle, die verhältnispräventive Maßnahmen zur Unterstützung einer gesunden Gewichtsentwicklung bei Kindern und Jugendlichen zwischen 0 und 17 Jahren umsetzen.
Einsendeschluss für die Teilnahme am Ideenwettbewerb Verhältnisprävention ist der 14. Juni 2017.

Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss veröffentlicht weitere Förderprojekte
Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat am 20.04.2017 in Berlin 26 geförderte Projekte zu der in 2016 ausgeschriebenen zweiten Welle der neuen Versorgungsformen bekannt gegeben. Eine Übersicht der Projekte ist auf der Homepage des Innovationsausschusses einsehbar. Gefördert werden jeweils vier Projekte aus den Themenfeldern „Modelle mit Delegation und Substitution von Leistungen“, „Auf- und Ausbau der geriatrischen Versorgung“ und „Versorgungsmodelle für Menschen mit Behinderungen“. Darüber hinaus werden neun Projekte zur „Verbesserung der Kommunikation mit Patientinnen und Patienten und Förderung der Gesundheitskompetenz“ sowie fünf Projekte aus dem themenoffenen Bereich gefördert.
Weitere Förderbekanntmachungen zum themenspezifischen Bereich sind für den Spätsommer 2017 geplant.

Robert Koch-Institut: Aktuelle Ausgabe des „Journal of Health Monitoring“ mit neuen Daten zur gesundheitlichen Lage der Bevölkerung in Deutschland
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat neue Daten zu Bluthochdruck, Diabetes, Allergien, koronare Herzkrankheit und Schlaganfall - Erkrankungen von hoher Public Health Relevanz - aus einer umfassenden Studie mit über 20.000 Teilnehmenden veröffentlicht. Die Daten wurden 2014/2015 in der Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA) erhoben. Die GEDA-Studie ist Teil des Gesundheitsmonitorings, mit dem das RKI kontinuierlich Daten zur Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland erhebt und analysiert. Neben fünf kompakten Fact sheets zu den oben genannten chronischen Erkrankungen enthält die neue Ausgabe des Journal of Health Monitoring zwei Focus-Artikel zu den Themen „Gesundheitsmonitoring und Gesundheitsindikatoren in Europa“ und „Gesundheit und gesundheitliche Versorgung von Asylsuchenden und Flüchtlingen in Deutschland“. In der Rubrik „Concepts & Methods“ enthält die Journal-Ausgabe einen Übersichtsartikel zur Methodik der GEDA-Studie sowie einen Beitrag, in dem die derzeit im Aufbau befindliche Diabetes-Surveillance am RKI vorgestellt wird.

Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss veröffentlicht erste Förderbekanntmachungen für 2017
Zu neuen Versorgungsformen und der Versorgungsforschung können themenoffen ab sofort Projektanträge gestellt werden, ebenso Anträge zur Evaluation von Selektivverträgen. Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat am 20.02.2017 die entsprechenden Förderbekanntmachungen auf seinen Internetseiten veröffentlicht. Die Entscheidung über die Förderfähigkeit der in 2016 eingereichten Projekte zur zweiten Förderwelle der neuen Versorgungsformen folgt in der zweiten Märzhälfte 2017. Für den kommenden Spätsommer ist die Veröffentlichung weiterer Förderbekanntmachungen zum themenspezifischen Bereich vorgesehen.

WHO Regionalbüro für Europa: Aktuelle Ausgabe des Public Health Panoramas zum Thema Migration und Gesundheit
Die aktuelle Ausgabe des Fachjournals Public Health Panorama befasst sich ausführlich mit dem Thema Migration und Gesundheit. Sie beginnt mit einem Editorial von Dr. Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa, die über ihren Besuch der italienischen Region Sizilien und ihrer Besichtigung des Hotspots im Hafen von Trapani berichtet, wo etwa 10% aller Flüchtlinge und Migranten in Italien ankommen. Dabei traf sie mit Vertretern der örtlichen Behörden, des Gesundheitspersonals und anderer Einsatzkräfte zusammen, die vor Ort mit der Bewältigung des großen Zustroms von Flüchtlingen und Migranten auf die Insel beschäftigt sind.

Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss veröffentlicht geförderte Projekte zur Versorgungsforschung
Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat Anfang Januar auf seiner Homepage eine Übersicht über die geförderten Versorgungsforschungsprojekte veröffentlicht. Im April 2016 hatte der Innovationsausschuss vier Förderbekanntmachungen zur Versorgungsforschung veröffentlicht, die Entscheidungen hierzu sind im November 2016 gefasst worden.

Hochschule Fulda erhält Promotionsrecht für Public Health
Auch für die Fachrichtung Public Health hat die Hochschule Fulda als Hochschule für angewandte Wissenschaften das eigenständige Promotionsrecht verliehen bekommen. Erstmalig haben die jährlich etwa 50 bis 60 Absolventinnen und Absolventen die Möglichkeit, mit einer Promotion zum Doktor in Public Health die dritte Stufe der akademischen Qualifikation in Fulda abzuschließen.
Dies teilte die Hochschule am 21.12. in einer Pressemitteilung mit.

Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss zieht erste Bilanz
Seit Veröffentlichung der Förderbekanntmachungen zu den neuen Versorgungsformen und zur Versorgungsforschung im April 2016 gingen knapp 700 Förderanträge in der Geschäftsstelle des Innovationsausschusses ein. Als Ergebnis eines intensiven Beratungs- und Auswahlverfahrens wurde die Förderung von 29 Projekten zur ersten Welle der neuen Versorgungsformen und 62 Projekten zur Versorgungsforschung beschlossen. Von den insgesamt 120 eingereichten Anträgen zur ersten Förderwelle im Bereich der neuen Versorgungsformen entschied der Innovationsausschuss im Oktober über die Förderung von 24 Projekten aus den themenspezifischen Bereichen und 5 Projekten aus dem themenoffenen Bereich. Eine Übersicht der geförderten Projekte ist auf der Homepage des Innovationsausschusses veröffentlicht. Im Januar 2017 wird die Bekanntgabe der geförderten Projekte zur Versorgungsforschung folgen. Für das Frühjahr 2017 sind die Förderentscheidungen zur zweiten Welle der neuen Versorgungsformen sowie die Veröffentlichung weiterer Förderbekanntmachungen vorgesehen.